Blick auf eine der Städte an der Amalfiküste

Der Geschmack von Zitronen – ein Tagesausflug an die herbstliche Amalfiküste

Amalfiküste – dieses Wort weckt sofort Bilder von romantischen, engen Gassen, steil abfallenden Klippen und tiefblauen Wogen. Als Kreuzfahrturlauber kann man dieses UNESCO-Weltkulturerbe per Tagesausflug hautnah erleben. Denn die herrliche Amalfiküste liegt nur ca. eine Fahrstunde vom Hafen in Neapel entfernt. Wir haben uns im Oktober 2020 überraschen lassen vom herbstlichen Flair dieses bildhübschen Fleckchen Erde.

Lohnenswerte Ausflugsziele rund um Neapel

Wenn man als Kreuzfahrtpassagier während einer Mittelmeehrkreuzfahrt im geschichtsträchtigen Napoli anlegt, hat man die sprichwörtliche Qual der Wahl. Denn rund um die italienische Küstenstadt gibt es eine unglaubliche Vielzahl an lohnenswerten Ausflugszielen. Soll man vielleicht das einzigartige Pompeji besuchen, mit den Überresten des berühmten Vulkanausbruchs? Oder doch lieber den ganzen Tag in der UNESCO-Stadt Neapel verbringen, köstliche Pizza schlemmen und Espresso mit den Einheimischen trinken? Für Inselbegeisterte locken zudem die Schönheiten CapriIschia und Procida. In der Tat: Die Auswahl an kulturellen, kulinarischen und historischen Sehenswürdigkeiten gestaltet die Entscheidung für einen Landausflug zur Herausforderung.

Da stand ich nun an Bord der MSC Grandiosa und war zugegebenermaßen etwas überfordert. Was sollte ich nehmen? Mein Vater hatte mir absolut freie Hand gelassen beim Planen der Tagesangebote. Ich blätterte am Terminal vor der Rezeption durch die Angebote und las mich in die vielversprechenden Beschreibungen ein. Letztendlich blieb ich etwas länger am Eintrag zur Amalfiküste hängen. Viele meiner Freunde und Familienmitglieder aus der ganzen Welt hatten immer wieder von diesem Landstrich geschwärmt. Und jetzt im Oktober 2020 war das Wetter noch warm und die Küstenstraße weniger frequentiert als im Hochsommer. Ein, zwei Klicks später stand der Plan für den kommenden Tag fest: Wir lassen uns entführen in die kleinen Städtchen des weltbekannten Küstenabschnitts. 

Frische Pizza in enger Gasse in Neapel
In Neapel kann man köstliche Pizza genießen. Überall locken kleine Restaurants in den engen Gassen. Wer in Neapel an Land geht, kann sich auch einen ganzen Tag in der Altstadt treiben lassen.

Besondere Anforderungen an das Transportmittel

Im Herbst 2020 lag der Neustart von MSC Kreuzfahrten nach der ersten COVID-19-Zwangspause erst wenige Wochen zurück. Als Vorsichtsmaßnahme wurden sämtliche Ausflüge nur innerhalb organisierter Kleingruppen durchgeführt. 

Der Bus, der uns erwartet, ist allerdings nicht nur aufgrund der Corona-Beschränkungen besonders kompakt. Wir staunen über das Gefährt, das hinten und im Inneren äußerst schmal geschnitten ist. Das hat einen pragmatischen Grund. Ein regulärer Reisebus würde auf keinen Fall durch die engen Straßen der Amalfiküste passen, wie uns unsere Reiseleiterin gleich aufklärt. Die Hauptstraße wäre noch machbar. Ein Abstecher hinab zum Meer allerdings undenkbar. 

Ein guter Hinweis, denken wir, für alle Wohnwagenfahrer. Denn wie wir uns kurze Zeit später überzeugen können: auch diese Gefährte hätten absolute Schwierigkeiten ab einer gewissen Größe unbeschadet durch die Gassen zu navigieren. Die gute Nachricht: für die größeren Verkehrsmittel gibt es meistens etwas außerhalb Stellplätze, die gegen eine Tagesgebühr genutzt werden können. 

Unser Transportmittel ist jedoch perfekt für die Strecke gerüstet und mit großen Panoramafenstern ausgestattet. Daher suchen wir uns schnell einen Platz auf der rechten Busseite (für den besten Ausblick hinab auf das Meer) und schon rollen wir aus dem Hafengelände hinaus. Normalerweise liegt hier Kreuzfahrtschiff an Kreuzfahrtschiff. Aufgrund der Pandemie ist unsere MSC Grandiosa ausnahmsweise auf weiter Flur allein. 

Anreise vom Schiff mit zahlreichen Ausblicken auf den Vesuv

Schon bald nach der Hafenausfahrt gibt es allerhand zu sehen. Ein kurzer Blick auf die Altstadt von Neapel wird uns gegönnt. Genau wie eine spektakuläre Aussicht auf den mächtigen Vesuv. Es ist beeindruckend – und gleichzeitig beängstigend – wie nah sich hier die Siedlungen an die Flanken des Vulkans schmiegen! Obwohl die Lokalregierung sich für eine Umsiedlung der Bürger aus gefährdeten Bereichen eingesetzt hat, sind viele tausende Häuser illegal gebaut worden. Die Zerstörungskraft des letzten großen Ausbruchs von 79 n.Chr. kann man sehr gut in den Ausgrabungsstätten des antiken Pompejis nachvollziehen. Da unser Ausflugsziel für heute allerdings weiter südlich liegt, sind diese nur flüchtig linker Hand in Sichtweite. 

Blick auf den Hafen von Neapel und den Vesuv
Ein toller Blick eröffnet sich Besuchern Neapels immer wieder auf den Vesuv.
Auf diesem Foto sieht man den Kreuzfahrthafen mit einigen Schiffen.

Die Inselschönheiten Capri, Ischia und Procida in der Ferne

Unsere Blicke werden schnell auf die andere Busseite gelenkt. Denn dank des klaren Wetters am heutigen Tag sieht man in der Ferne die Inseln Capri und Ischia. Die eine ist die Insel des Jetsets, der Reichen und Schönen. Die andere ist bekannt für bodenständiges italienisches Flair und Thermalquellen. 

Etwas versteckt vor Ischia sehen wir kurz die Dritte im Bunde: Procida. Ein, wie wir aus eigener Erfahrung wissen, Geheimtipp für interessierte Besucher. Wer noch nie auf den drei Inseln war, sollte unbedingt einen Kurztrip hierhin einplanen. Wir waren bereits mehrmals vor allem auf Ischia. Es gibt regen Fährverkehr zwischen Neapel und den Inseln, daher bietet sich eine Inseltour über einige Tage als Kurzurlaub hervorragend an. Vielleicht ja als perfekter Start vor der Kreuzfahrt?

Blick auf die Insel Ischia
Eine weitere Ausflugsoption nahe Neapel sind die Inseln Capri, Ischia (siehe Foto) und Procida.
Jede für sich ist ein ideales Ziel für einen Kurzurlaub.

Die berühmte Küstenstraße Amalfitana

Ab jetzt geht es steil und in Serpentinen die Straße hinauf. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte besser vorne sitzen. Für alle anderen ist die Strecke spektakulär. Wir verabschieden uns vom Golf von Neapel und fahren über einen Abstecher nach Sorrent in die Hügel hinauf. Ab hier ist es nicht mehr weit. 

Der Blick öffnet sich und plötzlich liegt sie vor uns: die Amalfiküste. Die beeindruckende Küstenstraße Amalfitana schlängelt sich durch die Landschaft. Ein erster Fotostopp bietet sich an. Tief unter uns sehen wir kleine Badebuchten und Anleger für Boote. Man sollte diese kleinen Ausweichbuchten entlang der Straße unbedingt nutzen. Denn viele Gelegenheiten zum unkomplizierten Haltmachen bieten sich nicht. Die wenigen Plätze sind dicht bebaut, nach oben und unten fallen die Klippen steil ab. Gut, dass der Busfahrer die besten Plätze kennt und uns viele Varianten bietet. Zu schnell vergehen sonst die vielfältigen Eindrücke auf diesem ersten Abschnitt. Überall sieht man prächtige Villen, luxuriöse Hotels und dazwischen terrassenartige Oliven- und Zitronenhaine. Die malerischen Bilder, die ich vorab im Kopf hatte, werden absolut bestätigt. 

Tunnel auf der Strasse Amalfitano
Auf der „Amalfitana“ gibt es für uns viele spektakuläre Ausblicke, Tunnel und Passagen.
Ab und an kann man kurz stehen bleiben, um ein Foto zu schießen.

UNESCO-Welterbe im Golf von Salerno

Zur geographischen Orientierung: Unser Kreuzfahrtschiff hat an der westlichen Küste Italiens im Golf von Neapel festgemacht. Südlich davon liegt der etwas größere Golf von Salerno. Die beiden Buchten werden getrennt von der sorrentinischen Halbinsel. Und genau hier befinden wir uns jetzt. Denn die Amalfiküste bildet einen Teil der südlichen Küste. 

Neben dem namensgebenden Ort Amalfi liegen andere bezaubernde Ortschaften wie auf einer Perlenschnur aneinandergereiht vor uns. Schon im frühen Mittelalter standen hier herrschaftliche Landsitze mit Blick auf das tiefblaue Tyrrhenische Meer. Die außergewöhnliche Landschaft und die historischen Spuren der frühen Bebauung und Bewirtschaftung haben auch die UNESCO begeistert. Seit 1997 darf sich die mediterrane Landschaft daher auf der prestigeträchtigen Weltkulturerbe-Liste führen lassen. 

Blick auf das Meer vor der Amalfiküste
Die Amalfiküste liegt spektakulär am Golf von Salerno und ist Teil der sorrentinischen Halbinsel.

Positano – die romantische Perle 

Während wir der enggewundenen Straße weiter folgen, wird die Schönheit immer deutlicher. Terrassierte Weinberge und Obstgärten wurden aus den Klippen herausgeschlagen. Pittoreske Häuser in allen Farben schmiegen sich eng an die Steinfelsen. Es öffnen sich kurze Blicke auf versteckte Buchten. Wer da wohl sein Haus und seinen Bootssteg haben mag? Die Namen Sophia Loren und Roger Moore fallen, denn beide hatten jahrelang Wohnsitze irgendwo auf diesen begehrten Felsen. 

Bucht an der Amalfiküste
Oftmals erscheint es unglaublich, wo überall kleine Strände, Buchten und Anlegeplätze kurz zu sehen sind.
Wer hier wohl ab und an anlegen mag?

Immer wieder bieten sich Möglichkeiten, in einem der kleinen Dörfer Halt zu machen. Wir genießen den ersten längeren Stopp sehr, der uns direkt in die sogenannte Perle der Küste bringt, Positano. Der Blick über das malerische Städtchen mit dem kuppelförmigen Kirchendach der Santa Maria Assunta und pastellfarbenen Häusern ist weltberühmt. Ein kleiner Platz direkt am Strand Spiaggia Grande bildet das Zentrum, um das sich Hotels, Pensionen und Restaurants eng die Felsen hinauf drängen. Eines sollte man auf keinen Fall fürchten: Treppen. Denn um die Bucht begehbar zu machen, wurden tausende Stufen geschaffen, die die einzelnen Teile miteinander verbinden. Wir schlendern etwas durch die Gassen und lassen uns vom romantischen Bild tragen. Noch schnell einige Fotos gemacht und wieder eingestiegen – denn der Magen knurrt mittlerweile merklich.

Blick auf die Häuser Positanos
Die terrassenartige Bebauung an der Amalfiküste – wie hier in Positano – wird seit Jahrhunderten betrieben.
Deshalb steht die gesamte Küste auf der geschützten UNESCO-Liste als Weltkulturerbe.
Blick auf die Kirche in Positano
Besonders hübsch ist die Kirche „Santa Maria Assunta“ im malerischen Positano.

Der vielfältige Geschmack der Zitronen

Immer wieder erblicken wir die Gewächse, die diese Gegend wirtschaftlich lange getragen haben: Zitronen-, Orangen- und Olivenbäume. Die Ernte ist hier im Herbst schon vorbei, der Ertrag war gut und wir freuen uns auf die Köstlichkeiten, die daraus entstanden sind. Und unsere Erwartungen werden nicht enttäuscht. Nur für uns – als Sicherheitsmaßnahme – wurde ein ganzes Restaurant auf einem vorspringenden Felsen reserviert. Der Koch versteht es, die Zutaten der Region zu einem herrlichen Drei-Gänge-Menü mit vielfältigen Zitronen- und Olivennoten zu kombinieren. Wir können uns nicht einigen, was besser war – die Focaccia mit Zitronenraspeln zum Start oder die leichte Zitronencreme als Dessert? Auf keinen Fall fehlen darf der hiesige Limoncello am Schluss. Süß und dickflüssig belebt der Zitronenlikör uns für die kommenden Stunden. 

Blick auf das Meer an der Amalfiküste
Ein herrlicher Ausblick von unserem Restaurant aus auf das Meer von der Amalfiküste.

Wir stöbern noch durch das Angebot an Keramiken im angrenzenden Shop. Ein Paradies für Souvenirjäger, dem auch wir nicht ganz widerstehen können. Ein bisschen Olivenöl mit Zitronennote, eine Flasche lokaler Wein und einige Kleinigkeiten landen in der Tasche, ein Espresso an der Bar noch im Mund. Schwer beladen und gut gesättigt lassen wir uns wieder im Bus nieder.

Blick in einen Souvenirladen an der Amalfiküste
An der Amalfiküste gibt es zahlreiche Souvenirläden, die allerhand kleine Geschenke mit Zitronenmotiven zu bieten haben.
Hier haben auch wir einige Kleinigkeiten für die Familie und Freunde daheim ergattert.
Espresso in kleiner brauner Tasse
Ein Espresso an der Bar musste auch noch schnell sein.

Ein Spaziergang durch Amalfi

Für den Nachmittag steht der Höhepunkt des Ausflugs an: das Städtchen Amalfi. Hier kann man sich durchaus verlieren im Geflecht der engen Gassen. Jeder Zentimeter wird so gut es geht genutzt. Es geht treppauf, treppab an die verschiedenen Aussichtpunkte dieses Kleinods. Die Altstadt ist typisch italienisch, hier und da bröckelt der Putz und es gibt an jeder Ecke Neues zu entdecken. Wir empfehlen, sich treiben zu lassen und auch kleine Schlupfwinkel zu erforschen. 

Gasse in Amalfi
Parallel zur Hauptstraße in der Altstadt Amalfis liegt diese überdachte Gasse.
amalfi_gasse
Auch sonst bietet der kleine Ort viele kleine Schlupfwinkel, die erkundet werden können.

Generell ist sehr wenig los und wir haben Gelegenheit entspannt in das tägliche Leben einzutauchen. Eine Nonna macht frische Pasta für den Abend und winkt uns freundlich aus der Küche zu. Eine junge Mutter hängt die gewaschene Wäsche zwischen den Häusern und zahlreichen Telefonkabeln auf. Und ein paar wenige Fischer versuchen ihr Glück an der Mole während sie sich lebhaft unterhalten. 

Italienische Oma macht frische Pasta
Überall sind Türen und Fenster in Amalfi offen. Daher können wir auch diese Nonna beobachten, wie sie das Essen für den Abend vorbereitet. Die Pasta und kleinen Fische hätten wir liebend gerne probiert!
Eine Katze liegt auf einem Mauervorsprung
Diese Katze scheint ebenfalls den ruhigen und faulen Tag zu genießen.

Duomo di Amalfi

Der berühmte Dom ist leider zum Zeitpunkt unseres Besuchs geschlossen, da er komplett renoviert wird. An diesem Gebäude zeigen sich die engen historischen Verbindungen Amalfis als Handelspartner orientalischer Städte und Herrscher: Überall an der kampanischen Fassade finden sich arabische Stilelemente und erinnert der Turm nicht auch irgendwie an ein Minarett? Die Geschichte dieser langjährigen Kooperationen ist äußerst spannend. Dank der exzellenten Beziehungen zu Byzanz war Amalfi im 9. Jahrhundert sogar ein Machtzentrum Italiens, wie wir staunend erfahren. 

Der Dom von Amalfi von Außen
Am Dom von Amalfi lassen sich allerhand interessante Details entdecken.
Viele der Motive sind inspiriert von der langen Geschichte Amalfis als reger Handelspartner der orientalischen Welt.

Die Altstadt

Jede Ecke des Ortes scheint eine eigene Geschichte parat zu haben. Die bezaubernde Hauptstraße Via Lorenzo d`Amalfi spannt sich von der kleinen Uferpromande bis in das enge Tal und wird gesäumt von kleinen Geschäften. Man kann beinahe das Getrappel der zarten Eselhufe hören, das einst die Gassen erfüllt haben muss. Denn Esel waren aufgrund der vielen Terrassen früher das allgegenwärtige Transportmittel, um die wertvolle Ware zwischen den abgeschiedenen Orten der Küste zu verteilen. Ein Überbleibsel dieser Zeit ist der Brunnen De Cape `e Ciucci. Die jetzige Gestaltung mit zahllosen kleinen Krippenfiguren mag skurril anmuten. Früher wurde der Brunnen zum Tränken der erschöpften Esel genutzt, die schwer beladen den Weg aus dem Bergland an die Küste hinter sich gebracht hatten. 

Amalfis Hauptstraße Via Lorenzo
Die Hauptstraße in Amalfi – die Via Lorenzo d´Amalfi – verläuft direkt vom Dom bis in ein kleines enges Tal.
Sie ist nicht besonders lang, aber mit vielen kleinen Läden ausgestattet.
amalfi_fontana_de_cape_e_ciucci
Früher war dieser Brunnen die Tränke für die Transportesel aus den Bergen.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurde er mit unterschiedlichen Krippenfiguren bestückt.

Museen und ein palastartiger Friedhof

Gerne würden wir jetzt noch etwas tiefer in die Geschichten eintauchen. Oberhalb der Stadt lockt der Friedhof Cimitero Monumentale di Amalfi mit fabelhaften Ausblicken. Genau wie das Bürgermuseum und die Alte Schiffswerft müssen wir diese lohnenswerte Sehenswürdigkeit für heute allerdings links liegen lassen. Denn viel zu schnell vergeht für uns der Nachmittag im herrlichen Gewirr der Altstadt.

Unten am Hafen treffen sich jetzt die Einheimischen. Hier lagen vor 30 Jahren noch viele Fischerboote. Aber es gibt jetzt nur noch wenig Fisch im Meer vor der Küste, und die Boote fahren nicht mehr hinaus. Alles und jeder lebt vom Tourismus. Die wenigen Fremden streunen durch die engen Gassen Amalfis und treffen sich wieder auf der kleinen Piazza dello Spirito Santo, wo aus Löwenmäulern Wasser in einen Brunnen fließt und die Kellner nach der Pandemie sicher wieder hervorragendes Essen servieren werden. 

Pläneschmieden für den nächsten Besuch

Was uns immer wieder bewusst geworden ist an diesem Tag: Die Amalfiküste ist viel mehr als die bekannte Küstenstraße. Überall erblickt man verstecke Pfade, die in die Hänge führen. Wir lassen uns auf dem Rückweg durch das Hinterland zur Planung unseres nächsten Besuchs hinreißen. Fernab der bekannten Zentren laden die Hänge zu versteckten Wanderungen ein. Ob ein kurzer Spaziergang oder ein ganzer Tag – man kann die Küste sehr gut zu Fuß erkunden. Herrscht an einem Sommertag noch reger Trubel in den kleinen Städtchen dieses malerischen Landstrichs, so ist der Abend an der Amalfiküste nach einer langen Wanderung sicher zauberhaft. 

Wanderungen sind neben Kreuzfahrten unsere große Leidenschaft. Vom Tal der Mühlen in Amalfi ins Dörfchen Pogerola hinauf, eine Stunde und mehr durch Zitronenhaine, Olivengärten und Macchiawälder zu wandern, und über 1000 Stufen zu steigen, reizt uns sehr. Gelegentlich trifft man drei oder vier Esel mit ihrem Führer. Die Tiere schleppen Zementsäcke oder Ziegelsteine die steilen Treppen hoch – unentbehrliche Helfer bis heute in den Dörfern und Städtchen der Amalfitana. Und somit steht fest: Schon bald sieht uns dieses göttliche Fleckchen Erde sicher wieder.

Vesuv im Sonnenuntergang
Am Abend erhaschen wir einen letzten Blick auf den imposanten Vesuv im Sonnenuntergang.
Im Bild ist nicht unsere MSC Grandiosa, sondern ein anderes Kreuzfahrtschiff auf Testfahrt.

Anreise vom Kreuzfahrtschiff

Wenn wir bei Ihnen die Lust auf einen Tag an der Amalfiküste wecken konnten, dann wenden Sie sich am besten direkt an den Anbieter Ihrer Kreuzfahrt. Denn fast jede Reederei, die in Neapel einen Zwischenstopp einlegt, bietet organisierte Touren dorthin an.

Auch private Touren sind natürlich möglich (unter Berücksichtigung möglicher Beschränkungen). Der Küstenabschnitt liegt etwa 40 Kilometer südlich von Neapel, und ist über die Staatsstraßen gut erreichbar. Beachten Sie allerdings unbedingt die Größenbeschränkungen für Fahrzeuge, falls Sie eine Eigenanreise in Betracht ziehen.

Um die einzelnen Orte in vollen Zügen genießen zu können, empfehlen wir Ihnen den ganzen Tag dort zu verbringen. Es wartet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten darauf entdeckt zu werden. Und die Restaurants bieten eine große Auswahl an Köstlichkeiten, die Sie nach den vielen Treppenstufen mit gutem Gewissen genießen dürfen. Für das kulturelle und kulinarische Wohl ist bei diesem Tagesausflug somit sicher gesorgt.

Fotoquellen: Titelbild Michaela Brand/Shutterstock.com | Beitragsbild 1 Olga_Go/Shutterstock.com | Beitragsbild 2 S-F/Shutterstock.com | Beitragsbild 4 Marcelo Alex/Shutterstock.com | Beitragsbild 12 Ipek Morel/Shutterstock

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